Montag, 8. Juni 2015

Epic European Championship 2015

Vergangenes Jahr fand die erste europäische Meisterschaft in Epic Armageddon statt. Damals hatte ich mich nicht für das deutsche Team qualifiziert (ich war vom T3 Ranking nur auf Platz 6 und das wurde damals verwendet) und trat daher für Team NorFinGer an. Immerhin reichte es bei der Individual-Wertung für Platz 4 und von der Team-Wertung für Platz 2. Best Painted gab es obendrein. Der Blog Eintrag dazu findet sich hier.
Dieses Mal ging es nach Birmingham. Das Turnier selbst fand im Rahmen der UK Games Expo statt, einer sehr großen Messe für Brettspiele, Rollenspiele und Tabletopspiele.
Ich flog also am Donnerstag Abend nach England und war gegen Mitternacht dann endlich im Messe-Hotel angekommen. Die Reise selbst war bis auf das Flugzeug (siehe Photo unten) relativ unspektakulär.
Propeller!
Den Freitag nutzte ich um mich ganz der Messe hinzugeben. Ich schlenderte durch die Hallen und probierte diverse Brettspiele und Tabletops aus. Ich besuchte auch den Bring and Buy, war aber eher enttäuscht da zum einen die Preise sehr hoch waren als auch die Qualität deutlich unter dem erwarteten blieben. Den einzigen Schnapper den ich machte war ein sehr gut erstandenes Imperial Armour I Buch von Forgegworld (der dicke Hardcover Wälzer) für knapp 25 Euro.
An dieser Stelle seien hier einfach ein paar Impressionen von der Messe abgebildet.

Eine Flotte vom XWing Turnier
Imbissbuden
Guildball!
Impressionen aus den Hallen
Impressionen aus einer der Hallen
Forbidden Stars - Fantasy Flight
YOU ARE AN ENEMY OF THE DAAAALEEKS!
EXTERMINATE!
Am Samstag ging es dann mit einem Schock los - der Flieger von Team Frankreich hatte sich verschoben, wir mussten nun insgesamt VIER Spiele an einem Tag spielen. Uff...
Meine Liste:
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Steel Legion
REGIMENTAL HQ [550] Supreme Commander, 12 Infantry, 7 Chimera, Hydra
MECHANISED INFANTRY COMPANY [400] Commander, 12 Infantry, 7 Chimera
TANK COMPANY [650] 10 Leman Russ
ARTILLERY BATTERY [250] 3 Manticores
SENTINEL SQUADRON [100] 4 Sentinels
DEATHSTRIKE MISSILE BATTERY [200] 2 Deathstrike Missile Launchers
FLAK BATTERY [150] 3 Hydra
THUNDERBOLT FIGHTERS [150] 2 Thunderbolts
WARHOUND TITAN [275]
WARHOUND TITAN [275]
Das erste Spiel war gegen Cornelius von Team Frankreich.

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Ghazgkhull Thraka’s War Horde
BLITZ BRIGADE (BIG) [250] 8 Flakwaggon
STORMBOYZ WARHORDE [150] 6 Stormboyz
STORMBOYZ WARHORDE [150] 6 Stormboyz
KULT OF SPEED (BIG) [350] 16 Buggy (Mix aus vielen Brennas und ein paar Buggys)
WARBAND (BIG) [350] 4 Nobz, 12 Boyz, 4 Grotz
WARBAND (BIG) [350] 4 Nobz, 12 Boyz, 4 Grotz
MEKBOY STOMPAMOB [475] 3 Stompa, Supa Stompa
WARBAND [225] 2 Nobz, 6 Boyz, 2 Grotz, Boyz
LANDA [200]
FIGHTA SQUADRON [250] 5 Fighta Bomba
FIGHTA SQUADRON [250] 5 Fighta Bomba
Zu dem Spiel gibt es wenig zu sagen. Die Liste kam mir auf dem Papier sehr, sehr schwach vor. Cornelius garnisionierte insgesamt vier Einheiten, beide Stormboyz als auch die zwei Warbands. Früh geriet ich so unter Druck, die vielen Fighter Bommer knipsten mir sehr zuverlössig die Deathstrikes und die Flak raus. Durch Glück gelang ihm im Entscheidenen Moment die Aktivierung des Landa (Blastmarker und Retain) nicht. Nach Runde zwei hatte ich den anfänglichen Druck stark reduzieren können, beide Seiten hatten aber kriitsche Einheiten verloren und es wurde knapp.
Wir spielten beide relativ langsam, weswegen wir leider nach Runde 3 Punkte zählen mussten. Es gab ein klassisches Unentschieden, mit 1300 Punkten zu 1300 Punkten und genau 0 Missionszielen auf beiden Seiten. Ich hätte gerne noch die 4. Runde gespielt.

Spiel zwei war gegen Andy Jenkinson von UK South
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Biel-Tan Craftworld
ASPECT WARRIOR WARHOST [400] 2 Dire Avenger, 2 Dark Reaper,
4 Fire Dragon, Exarch, Autarch
ASPECT WARRIOR WARHOST [350] 4 Dire Avenger, 4 Fire Dragon,
2 Exarch
GUARDIAN WARHOST [150] Farseer, 5 Guardians,
2 Heavy Weapon Platform
RANGER TROUPE [125] 5 Ranger
RANGER TROUPE [125] 5 Ranger
VOID SPINNER [275]
VOID SPINNER [275]
FALCON TROUPE [250] 3 Falcon, 2 Fire Storm
FALCON TROUPE [250] 3 Falcon, 2 Fire Storm
FIRE PRISM TROUPE [250] 3 Fire Prisms
VAMPIRE RAIDER [200]
VAMPIRE RAIDER [200]
WRAITHSHIP [150]
Vor der Liste hatte ich im Vorfeld Angst gehabt, Wraithship und Doppel-Vampire sorgen für erhebliches Chaos und auch der Doppel-Voidspinner sorgt für wenig Spaß. Andy kam recht spät aus der Mittagspause (die dank der Franzosen sehr kurz war) und nach dem Spacecraft Plotten ging es dann auch schon los. Das Wraithship zersenzte eine Deathstrike, pingte Flak und Manticore. Das war OKAY. Anschließend spielte Andy unglaublich defensiv und schien offenbar nicht so recht zu wissen um was er sich zuerst kümmern sollte. Letztenendes spielte er ein wenig auf Zeit, nachdem ich einen Vampire Raider komplett mit Inhalt aus dem Himmel geschossen hatte war das Spiel für ihn auch so gut wie gelaufen. Er hatte zu diesem Zeitpunkt keine Einheit mehr, die mir wirklich gefährlich werden konnte (die Autarchen-Einheit war auf 5 Stands reduziert und einen BM vor dem Brechen) und alles andere war tot oder auf der Flucht. Durch sein langsames Spiel und sein zuspät kommen gab es erneut "Time" und es endete nach 3 Runden mit einem deutlichen Sieg nach Punkten für mich. Toll.

Spiel drei war dann erfrischend anders - kaum Luftwaffe, denn es ging gegen Krieg, gespielt von Tom Sanders (Team Viking).
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Death Korps of Krieg
REGIMENTAL HQ [575] Death Korps Supreme Commander, 19 Death Korps Infantry units,
Gorgon Siege Transporters (2 Gorgons)
INFANTRY COMPANY [475] Death Korps Commander, 19 Death Korps Infantry units,
Gorgon Siege Transporters (2 Gorgons)
INFANTRY COMPANY [475] Death Korps Commander, 19 Death Korps Infantry units,
Gorgon Siege Transporters (2 Gorgons)
DEATHSTRIKE BATTERY [200] 2 Death Korps Deathstrike Missile Launchers
FLAK BATTERY [150] 3 Heavy AA gun platforms, 3 Tractors
FLAK BATTERY [150] 3 Heavy AA gun platforms, 3 Tractors
HEAVY TANK PLATOON [325] 3 Macharius Heavy Tanks
SUPPORT BATTERY [150] 4 Imperial Guard Light Artillery, 4 Gun Emplacements
SUPER-HEAVY TANK PLATOON [200] Shadowsword
THUNDERBOLT FIGHTERS [150] 2 Thunderbolts
THUNDERBOLT FIGHTERS [150] 2 Thunderbolts
Die Liste ist auf dem Papier verdammt hart. 3x Gorgon Deathstar plus Shadowswords plus Deathstrikes... Super. Wir stellten unsere Einheiten auf, ich gewann die Initiative und schoss mit den Manticores auf das BTS - mit Durchschlagenden Erfolg. Ich erzielte jede Menge Treffer und Verluste bei der Infanterie (~15 Treffer) und sogar eine Wunde bei einem Gorgon. Die Deathstrikes bewährten sich ebenfalls und knipsten einen weiteren Gorgon aus. Im späteren Verlauf gelang es den Deathstrikes durch zwei Doubles eine weitere Formation Gorgons (ohne Fluchtmöglichkeit) zu brechen und zu vernichten und das selbe Spiel mit der Einheit Macharius zu wiederholen. Ich konnte, von einigen misslungenen Aktivierungen, sehr zufrieden mit dem Spiel sein und fuhr es entspannt 2-0 nach Hause.
Das letzte Spiel des Tages war gegen Space Marines, gespielt von Simon Holyoake
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Codex SM
DEVASTATOR [250] 4 Devastator Units plus Transport
LAND SPEEDER [200] 5 Land Speeder
SCOUT [175] 4 Scouts plus Transport, Razorback LAS
SCOUT [175] 4 Scouts plus Transport, Razorback LAS
SPACESHIP [200] Strike Cruiser
TACTICAL [500] 6 Tactical units plus Transport, Supreme Commander, Hunter, Razorback LAS
TERMINATOR [400] 4 Terminator units, Chaplain
THUNDERHAWK [200] 1 Thunderhawk gunship
THUNDERHAWK [200] 1 Thunderhawk gunship
THUNDERBOLTS [150] 2 Thunderbolt Fighters
WARHOUND TITAN [275] 1 Warhound Titan
WARHOUND TITAN [275] 1 Warhound Titan
Moment. Die Liste kannte ich doch? Korrekt. Ich hatte letztes Jahr gegen genau die selbe Liste gegen Steve Gullick gespielt und war damals 1-0 mit Tyraniden nach Hause gegangen. Dieses Mal kam es etwas anderes. Ich gewann überraschender Weise den Ini-Wurf und legte mit den Manticores genügend Blastmarker auf sein BTS um es für die erste Runde aus dem Spiel zu nehmen. Der Drop von Simon saß gut, die Schablonen brachen die Flak und die Devastoren pingten hier und da ein paar Formationen. Als Simon den Sack mit dem Thunderhawk und den Terminatoren den Sack zumachen wollte, schoss die angeschlossene Hydra sein THawk mit einem Crit aus dem Himmel. Damit war das Spiel gelaufen - BTS auf der Flucht, Termis tot, ein THawk tot, beide Warhounds verwundet. Ich dominierte das Spiel klar und konnte in Runde vier mit einem 3-0 dann gewinnen. Simon hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine Einheit Scouts auf der Flucht und ein Thunderhawk am Boden, ich hatte hier und da ein paar Einheiten und einen Warhound verloren.

Am folgenden Tag, Sonntag, ging es dann gegen Team UK. Ich musste gegen Mike Thomas antreten.
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Tyranids
BIG ASSAULT SWARM [390] 4 Tyranid Warrior, 16 Termagant, 2 Gargoyles
NORMAL ASSAULT SWARM [200] 2 Tyranid Warrior, 8 Termagant
NORMAL ASSAULT SWARM [200] 2 Tyranid Warrior, 8 Termagant
NORMAL ASSAULT SWARM [200] 2 Tyranid Warrior, 8 Termagant
NORMAL ASSAULT SWARM [200] 2 Tyranid Warrior, 8 Termagant
NORMAL ASSAULT SWARM [200] 2 Tyranid Warrior, 8 Termagant
NORMAL ASSAULT SWARM [200] 2 Tyranid Warrior, 8 Termagant
GENESTEALER SWARM [150] 6 Genestealer
GENESTEALER SWARM [150] 6 Genestealer
GENESTEALER SWARM [150] 6 Genestealer
HARASSMENT SWARM [225] 1 Harridan and 0-4 Gargoyles
HARASSMENT SWARM [225] 1 Harridan and 0-4 Gargoyles
HARASSMENT SWARM [225] 1 Harridan and 0-4 Gargoyles
SUBTERRANEAN SWARM [280] 1 Trygon and 3 Raveners
Was eine Liste. Super viele kleine Aktivierungen und 3 Harridane. Das Spiel war mega knapp und ich verlor es letztlich durch meine Gier. Ich retainte (gnaaa!) mit den Deathstrikes die prompt die Aktivierung trotz Supreme verhauten nachdem ich recht gut mit den Manticores geschossen hatte. Später, nach dem Sammeln, schaffte ich es mit den Deathstrikes den Trygon zu töten, aber keinen Harridan. Dies sorgte dafür, das ich, kombiniert mit meiner Unfähigkeit auch nur eine Einheit in dem Spiel zu sammeln, keinen Druck aufbauen konnte. Die Russ setzte ich ebenfalls zu defensiv ein, hatte ein mieses Stellungsspiel mit einer mobilen Infanterie... Diverse Kleinigkeiten kosteten mich schließlich den Sieg. Am Ende sammelten sich eine Einheit trotz Supreme Commander nicht (zugegeben, auf die 5+) weswegen es in einem 0-2 endete. hätten sie sich gesammelt, wäre es weitergegangen, mit einem 0-1. Und erneut wäre es spannend geworden, denn Mike hatte nicht mehr viel auf dem Tisch.
An dieser Stelle möchte ich mich für die miesen/fehlenden Photos entschuldigen, das Licht war verdammt mies und ich konnte 80% der Bilder löschen, da sie entweder verwackelt oder schlecht belichtet waren.

Insgesamt reichte es, dank des katastrophal schlecht gespielten fünften Spiel dann nur für Platz 8 von der Einzelwertung. Die anderen spielten deutlich schlechter als ich. Sodass wir insgesamt auf Platz 5, hinter Team Viking und allen UK Teams landeten. Best Painted war ich auch nur auf Platz drei.
Nächstes Jahr wird besser! Dann vielleicht mit Space Marines? Oder Tau?

Road To Spielzug 2015

Nachdem ich vergangenes Jahr leider nicht am Spielzug teilnehmen konnte, möchte ich dieses Jahr auf jeden Fall wieder mit einer Demo teilnehmen. Vorletztes Jahr habe ich eine 7TV Demo gegeben, mit Austin Powers Thema. Dieses Jahr möchte ich wieder einen Epic-Demo Tisch machen. Wie immer habe ich viele Ideen, aber wenig Zeit. Ein Text ist bereits gesetzt:

„Es blutet, also können ihr es auch besiegen! Für Mirali, ihr Hunde!“ –Sgt. „Gunny“ Phelps.
Die Dschungelwelt Mirali wird bedroht. Eine Schwarmflotte der Tyraniden greift den Planeten an und nun liegt es in den Händen des XVII. Mirali die Aggressoren zu vertreiben. Den Angreifern ist es gelungen, die Verteidiger in eine offene Feldschlacht zu drängen. Gelingt es den Verteidigern die Tyraniden zurückzuschlagen oder wird ihre Welt von den Tyraniden vernichtet werden?

Nimm Teil bei der epischen Verteidigung der Dschungelwelt Mirali und hilf entweder den stoischen Verteidigern oder den alles vernichtenden Aliens in ihrem Ringen um den Sieg.

Präsentiert wird das Spielsystem Epic:Armageddon, die beteiligten Armeen sind eine Schwarmfolotte der Tyraniden sowie die Vereinten Kräfte der Imperiale Armee, der Imperialen Navy und der Legio Titanica. Komm vorbei und schau zu, lass dir das Spiel zeigen oder nimm sogar Teil an der epischen Schlacht zwischen Mensch und Alien!

Es geht also um den Kampf zwischen Tyraniden und Imperialer Armee. Ich möchte sowohl einen regulären Tisch mit wenigstens 4000 Punkten pro Seite als auch einen kleinen Demo Tisch anbieten.
Die Kür wäre dann eine kleine Galerie von bemalten Modellen anderer Fraktionen, wie z.B. Orks, Marines, AMTL oder Eldar.
Ich habe mit MS Project auch schon eine Roadmap erstellt (was natürlich völlig überdimensioniert ist).
Roadmap!
Nichtsdestotrotz hilft es mir das vorhaben zu strukturieren und durchzuplanen. Grob angesetzt ist folgender Rahmen:
  • Gelände 14-15 Tage
  • Tyraniden erweitern 9-10 Tage
  • Guard erweitern 16-17 Tage
  • Szenario entwerfen, testen und Text dazu setzen 18 Tage
  • Handzettel, "Papier am Stand" entwerfen usw. 19 Tage
Das sollte in etwa hinkommen. Im August haben wir kaum Urlaub, auch Ende Juli ist relativ frei.
Somit sollte genug Zeit bleiben das Projekt sinnvoll Mitte August abzuschließen. Ich versuche wöchentliche Updates hier auf dem Blog zu veröffentlichen, mal schauen ob mir dies gelingt!

Dienstag, 12. Mai 2015

Tramunsch... aber schön!

In der letzten Aprilwoche flogen wir nach Mallorca. Der Plan war sowohl eine ausgedehnte Wandertour als auch eine entspannte Zeit am Strand zu kombinieren. Wir flogen mitten in der Nacht, natürlich ohne zu schlafen, und landeten 7 Uhr Ortszeit auf der kleinen Insel. Nachdem wir unseren Mietwagen organisiert hatten, fuhren wir zuerst an die Südküste. Dort legten wir uns erstmal an den Strand, bei lauschigen 25°C und dösten in der Sonne. Kombiniert mit gelegentlichen Schwimmen und frischen Erdbeeren ließen wir den Tag dahinplätschern und kehrten am Abend in unser Hotel ein.
Tag 1 - Erdbeeren, Türkisfarbenes, klares Wasser, Strand, Sonne. Urlaub = Check
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto an das nördliche Kap, nach Pollenca, stellten den Mietwagen ab und fuhren mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Deià. Dort begann anschließend unsere Wanderung durch die Tramuntana. Der Plan war, den GR221 entlangzugehen, einen Gebirgswanderweg entlang der Westküste bis in den den Norden von Mallorca. Im Vorfeld hatten wir uns vorbereitet und mit Wanderkarte, Kompass und Beschreibungen eingedeckt. Eine gute Hilfe war dabei diese Website. Alpenquerung schlägt Varianten des GR221 vor, die Landschaftlich sehr schön sind, aber leider auch sehr fordernd sind. Daher auch der Titel: Tramunsch... aber schön.
Anstatt jedoch bei Etappe 1 zu starten, haben wir direkt mit Etappe 5 begonnen. Dies hatte praktische Gründe. Zum einen wollten wir mehr Strandtage haben als letztes Jahr in Portugal, zum anderen sind die Unterkünfte auf den ersten Etappen sehr schlecht ausgebaut, teilweise nicht-existent oder geschlossen.
Die erste Etappe führte uns von Deià aus direkt am Meer entlang, man folgt einem alten Piratenweg. Diese Variante des GR221 war aufgrund vorangegangener Stürme eine erhebliche Kletterpartie, war aber durchweg schön. Man geht sehr große Teile am Meer entlang.
Klar und klippig - schön!
Türkisfarbenes Wasser
Exemplarisches Photo des Wnaderweges
Privado!
Die Aussicht der beiden Stühle
Am Abend kehrten wir auf einer der sogenannten Refugios ein. Diese Wanderhütten bieten für schmales Geld eine akzeptable Unterkunft an. Wie Eingangs erwähnt fehlen entlang der Route noch einige dieser Hütten. Es besteht auch die Möglichkeit vor Ort ein warmes Essen, Frühstück sowie Snacks und Getränke zu kaufen.
Wir begannen unsere Tour am nächsten Tage auf dem Refugio und gingen in die Hafenstadt Port de Soller. Dort nahmen wir den Bus und fuhren nach Soller. In Soller angekommen und mit Proviant gestärkt, wanderten wir flugs die ersten 900 Höhenmeter hinauf. Anschließend ging es noch eine Weile auf und ab bis wir schließlich einen Stausee umrundeten.
Wolken über Port de Soller
Der Rote Blitz. Kostet leider 5 Euro, weswegen wir den Bus genommen haben (knapp nen Euro)
Der lange Aufstieg beginnt
Die Brücke am Fluss
Nur noch 895 Höhenmeter...
Die Angaben stimmen nie.
Nach dem Stausee gingen wir erneut auf einen der vielen Berge der Tramuntana um anschließend auf der anderen Seite eine Schlucht zu durchqueren. In der Schlucht stießen wir unter anderem auf eine abgestürzte Chessna, die dort wohl schon eine Weile vor sich dahinrostet. Am Ende der Schlucht ging es wieder hinauf, dieses Mal mit einem "seil versicherten Aufstieg". Besser: Eine Kette an einer steilen Klippe an der man sich sehr, sehr vorsichtig entlang kraxelt mit dem ständigen Gefühl jeden Moment in den eigenen, sehr schmerzvollen Tod zu stürzen. Oben angekommen geht es wieder ein paar hundert Meter hinunter zum Refugio in dem man wieder einkehren kann.

Welcome to Malboro Country

Do A Barrel roll!
Die letzte Kurve der Schlucht
Todesängste an der Kette
Rocky Road
Tag 3. Langsam war man ein wenig fertig. Es gab kein abgefülltes Wasser auf dem Refugio (nur 0,5 Liter Flaschen für 1,50€) also haben wir das "Quellwasser" genommen, welches leider so abartig geschmeckt hat, das wir an diesem Tag deutlich weniger Wasser getrunken haben. An diesem Tag gingen wir keine Variante, so wie in dem Link weiter oben beschrieben, sondern stiefelten den GR221 regulär entlang. Die Variante besteigt erneut recht große Bergkämme und wir waren etwas gesättigt vom Vortag. Die Landschaft war erneut sehr abwechslungsreich und so stiefelten wir über Stock und Stein durch Wälder und über Bergkämme unserem Ziel entgegen. Gegen Ende erreicht man einen Zaun, an dem in großen Lettern ein Privatgrundstück angezeigt wird. Der Wegweiser zeigt aber ebenfalls in diese Richtung und es wurde weiterhin auch eine Leiter an den Zaun gestellt damit man besser herübersteigen kann. Der Tag endete in Lluc, einem Klosterdorf. Auch hier konnte man, abgesehen vom Souvenirshop, nirgendwo einkaufen. Wir deckten uns also dort mit Wasser ein und bestellten spontan im Refugio Abendessen. Dadurch bekamen wir ein alternatives Mahl, das zumindest mir sehr gut geschmeckt hat (Leber, Bauchscheiben, Schweinefleisch-Stücke, Speck, Zwiebeln, Paprika, Kartoffeln und Zwiebeln vom Grill). gut gesättigt ging es ins Bett, Wandertag 4 erwartete uns morgen bereits.
Es wird grüner an Wandertag 4
Alpen? Schottland? Nein, Malle!
Traumhaftes Panorama
Gut ausgeschildert: der letzte Tag
PRIVADO! (man beachte den Wegweiser auf der linken Seite)

Heute ging es, mit einigen wenigen Ausnahmen, fast nahezu abwärts. Die Bäume wurden größer und zahlreicher, auch die restliche Vegetation änderte sich vollkommen. Es blieb gegen Ende Sogar Zeit für eine kurze Rast in der Hängematte, die wir bisher nur mitgeschleppt hatten. Am späten Nachmittag kehrten wir dann wieder bei dem Mietwagen an womit wir dann auch sofort an den Strand fuhren.
Morgendliches Wandern - mit Stöckern und ca. 10kg Rucksack
Völlig andere Szenerie als zuvor
PRIVADO (bitte Leiter benutzen)
Die Landschaft ist von Viehzucht geprägt - primär Schafe und Zeigen
Der gemäßigte Abstieg
Eine Rast muss sein!
Die letzten Meter
Unser kugeliger Mietwagen - moderner als unser eigenes Auto
Bucht Nördlich von Porte Pollenca
Den folgenden zwei Tage verbrachten wir dann am Strand von Son Serra und ließen die Anstrengungen der letzten Tage von uns abfallen. Am Freitagabend gab es dann noch ein kleines Live-Konzert in einem Cafe bei dem wir zu Abend aßen.
Blick aus dem Hotel
Panorama von Son Serra
Am Abflugtag hatten wir dann endgültig genug von den anderen Touristen und beschlossen noch ein letztes Mal wandern zu gehen. Wir checkten aus dem Hotel aus und stiefelten einen kleinen Weg entlang zu einem entlegenen Sandstrand an dem wir nochmal schwimmen gingen und ein wenig die Sonne genossen. Am Nachmittag wanderten wir dann zurück zum Startpunkt, fuhren zurück nach Palma und flogen gegen Abend dann zurück nach Hause.
Auf dem Weg zur Bucht
Der Touri-Hotelstrand bei Cala Ratjada (Nordseite)
Auf dem Weg zum Gipfel
Panorama vom Berg "Telegraph" im Nordosten Mallorcas
Der entlegene Sandstrand ist auch mit Hotels zugepflastert
Lagune in der Nähe von Cala Radjada
Es war ein schöner Wanderurlaub gewesen. Es gab teils sehr harte Passagen die einen an den Rand des Aufgebens drängen. Nichtsdestotrotz ist das Panorama wunderschön und allemal eine Reise wert. Der ganze Rest hingegen ist furchtbar. Alle zwei Meter sind Touristen die vollständig dem Klischee-Mallorca Urlauber entsprechen. Am besten meidet man Touri-Ecken so gut es geht - was bei den Stränden aber de facto nahezu vollkommen unmöglich ist. Auch das Wandern ist nicht wirklich einsam, um die 30 Leute sind mindestens gleichzeitig auf dem Trail plus die Tageswanderer.
Wer ein wenig alpines Feeling haben möchte, und das mit Traumpanorama auf gemäßigten Routen wird hier auf jeden Fall fündig. Wer die Einsamkeit oder zumindest während des Wandersn "seine Ruhe" haben möchte, hat leider Pech. Wir haben den Urlaub genossen, werden aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nie wieder diese Insel betreten.

Der nächste Reisebericht folgt Ende Mai/Anfang Juni. Es geht nach England auf den European Epic Championship 2015. Mal schauen ob ich meinen Vize-Titel verteidigen kann!

Montag, 4. Mai 2015

InstaButton

Seit kurzer Zeit bin ich wieder Teil einer kleinen Shadowrun Pen and Paper Gruppe. Nachdem ich sowohl Shadowrun: Returns und Shadworun: Dragonfall förmlich verschlungen habe, wuchs in mir der Wunsch wieder Shadowrun zu spielen. Ich wollte auch meistern und angeregt durch Dragonfall, spielt unsere aktuelle Kampagne in Berlin. Die Runner sind alles StreetLevel Ganger und inzwischen spielen wir zu fünft - mit mir als Spielleiter, Knuffel als Troll-Buchhändler, Ralle als Ork-Ganger, Sohmbee als Schmuggler und bmx als Menschen Decker ohne Cyberdeck.
Screenshot Shadowrun Returns
In den vergangenen Runs hat sich die Gruppe in Berlin aklimatisiert und die kommenden Runs sind auch grob umrissen. Ich bin ein großer Fan von Stimmung beim Rollenspiel und habe den heiligen Gral hierbei auch noch nicht gefunden. Ich mag Ambient Mixer, Subsonic, Winamp und Konsorten, aber alle diese Varianten benötigen eins: Ein Tablet oder einen "richtigen" Rechner. Letztenendes möchte man oft aber nur ein wenig Hintergrundgeplänkel haben und hier und da ein paar Sounds einspielen. Ich habe eine Weile drüber nachgedacht und kann nun endlich meine Lösung präsentieren.

Die Rahmenanforderungen
- Abspielen von Musikdateien unterschiedlicher Formate, ggfs. Umwandlung in kompatibles Format vorher.
- Headless-System, minimale Nutzerinteraktion notwendig um einen Ton abzuspielen
- Zeit von "ich brauche einen Ton" bis "der Ton wird gespielt" muss minimal sein (<1-2 Sek.)
- Portabel da es auch an anderen Orten genutzt werden soll

Konzept
- Implementierung in Hardware, Knöpfe drücken usw.
- Knopfdruck erzeugt Ton oder Tonschleife
- Speicher muss günstig sein und Portabel sein (SD-Karte oder USB Stick)

Letzten Endes wollte ich also einen MP3 Player bauen. Die Idee ist bei weitem nicht neu. Die günstigste Möglichkeit wäre eine Android-App gewesen. Ich habe mich noch nie mit der Android API beschäftigt und wollte tendenziell auch auf eine reine Software Lösung verzichten. Die "Instant Button" App und die unzähligen Varianten haben das Problem das man recht häufig scrollt bis man beim gewünschten Ton angekommen ist. Dies ist lösbar, wenn man die Auswahl einschränkt, sodass nur "ein Screen" benötigt wird. Fazit: Eine reine Software Lösung ist möglich, war aber nicht mein Fokus.
Die nächste Idee war die Implementierung auf Basis von Mikrocontroller und dedizierten Hardware Chips. Eine kurze Google Suche ergab recht hohe Kosten (um die 40-50 Euro für die Bauteile). Verbunden mit der geringen Rechenleistung von Mikrocontrollern waren das Aus für diese Variante.
Als ersten richtigen Wurf baute ich das System anschließend auf einem FPGA (Field Programmable Gate Array). Die Idee dabei war ein wenig VHDL (Very High Speed Hardware Description Language) zu üben. Ich habe zuhause noch ein Entwicklungsboard von Terrasic mit einem Cyclone II FPGA von Altera rumfliegen das ich faktisch fast gar nicht genutzt habe bisher. Eine gute Gelegenheit also. Als ich mir den SD-Card Controller angesehen hatte, stellte ich fest, das hierfür verdammt viele Zustände in einer State Machine notwendig werden würden. Kombiniert mit dem notwendigen Dateisystem entschied ich mich hier für einen Softcore und konfigurierte mir einen Nios II mit SD-Card Controller. Die recht chaotische Entwicklungsumgebung für den Nios kannte ich schon aus meiner Diplomarbeit, inklusive der vielen Stolperfallen (Projekt löschen wenn man etwas am System verändert hat und alles wieder reinladen etc.pp.). Die Buttons und auch das Dateisystem gingen recht fix, das LCD hingegen lies sich nicht dazu bringen Text darzustellen. Nach knapp einer Woche war ich so frustriert das ich das Projekt in die Ecke warf. Der FPGA war vollkommen überdimensioniert für das Projekt und das Board verfügte auch nur über 4 Buttons und 16 DIP Switches.
DE2 Board von Altera (gefunden auf http://www.terasic.com.tw)
Die Lösung: Hardware nahe Programmierung auf einem Raspberry Pi. Der Pi hat die Vorteile eines regulären Rechners und verbindet diese mit einer kleinen Bauform. Weiterhin kann der Pi durch die GPIO Pins recht leicht erweitert werden. Da es eigentlich ein Unix-PC ist, funktionieren viele Programmiersprachen wie C, C++ oder Python. Da ich aber auch Hardware Buttons haben wollte, musste ich ja auch ein wenig basteln. Hierfür entwarf ich eine kleine Schaltung und testete diese auf einem Breadboard. Anschließend lötete ich mir eine kleine Testplatine zusammen für die Buttons. Nachdem ich diese beiden Testplattformen zum fliegen gebracht hatte, und ein paar kleine Python Skripte die Buttons auch auslesen konnten, war es Zeit für die Kür. Ich wollte ein praktisches, kleines System.
Der nächste Schritt war nun den Schaltplan in EAGLE zu übertragen und dort anschließend ein Board Layout zu erzeugen. Leider habe ich kein Equipment für Kleinserien Platinen wie zB ein Ätzbecken. Das alles anzuschaffen wäre Overkill gewesen, stattdessen ließ ich die Platine fertigen. Ursprünglich wollte ich zu QPrint greifen, aber sowohl QPrint als auch der "Klassiker" PCB-Pool waren verdammt teuer. Eine Platine sollte knapp 40-50 Euro kosten. Das sprengte erneut den Rahmen. Ein Arbeitskollege empfahl mir Itead, eine Firma in China die sich auf Kleinserien spezialisiert hat. Mit Porto war ich bei einem etwas höheren Betrag, aber ich bekam dafür 10 (!) Platinen.
Board
Alle überzähligen Platinen können bei mir erworben werben, schreibt mir einfach hier in den Kommentaren oder via E-Mail. Pro Stück hätte ich gerne 7 Euro. Wer das lieber selber machen möchte kann von mir auch gerne PDF-Dateien mit Front- und Rückseite zum Belichten oder die EAGLE Dateien bekommen. Der Schaltplan ist unten abgebildet.


Schaltplan

Der einzige ungewöhnliche Baustein ist der MCP23017SS. Der Baustein ist ein I2C-basierter GPIO-Extender und erweitert die maximalen GPIO Pins um 16, hierfür müssen nur die zwei SDA und SCL Pins angeschlossen werden. Mehrere MCP23017 könnten verwendet werden, sie müssen nur entsprechend verdrahtet werden. Den MCP bekommt man leider nicht bei Reichelt, aber z.B. bei Mouser, Conrad oder auch Farnell. Letzterer beliefert leider nur gewerbliche Kunden. Ich habe meine von Conrad bezogen, aus dem simplen Grund das ich mit dem Fahrrad vorbeifahren kann. Ich habe noch zwei übrig behalten und würde diese zum Selbstkostenpreis bestellten Platinen beilegen. Falls jemand das Projekt auch machen möchte. Alle anderen Teile bezieht man am besten über Reichelt, hier habe ich einen Warenkorb vorbereitet. Es werden folgende Teile benötigt:

4x SMD Widerstand 56Ohm 0805 Bauform (andere Werte möglich, Strombegrenzung für die LEDs)
12x SMD Widerstand 1KOhm 0805 Bauform
12x SMD Widerstand 10KOhm 0805 Bauform
1x MCP23017SS
1x ACP 6mm 10K Linear Poti
1x 16x2 LCD
4x LED beliebiger Farbe (ggfs. den Vorwiderstand anpassen, 56Ohm sollte passen für Rot, Gelb und Grün)
8x Taster 6mmx6mm
1x 4er DIPSwitch Bank
16er Buchsenleiste (für das LCD)
16er Steckerleiste (für das LCD)
2x 13x2 Buchsenleiste die aufeinander gesteckt werden.

Der Grund für die doppelte Buchsenleiste: Der Abstand der Platine reicht sonst nicht aus und ich habe bisher noch keine "schöne" Lösung gefunden. Sobald ich hier eine bessere Lösung habe kommt ein aktualisiertes Posting. Vorerst erfüllt es aber seinen Zweck. Man könnte natürlich eine Lösung mit Kabeln anstreben, dies wollte ich aber vermeiden. Weiterhin benötigt man auch noch Abstandhalter, diese sind aber optional. Für die Funktionalität werden sie natürlich nicht benötigt.
Die Extender Platine auf dem Raspberry Pi
Als dann am Dienstag endlich die Platinen geliefert wurden machte ich mich daran den ganzen Kram zusammenzulöten und auszuprobieren. Ein erster Test der Hardware war erfolgreich, als nächstes folgt die Software Implementierung. Sobald hier etwas "handfestes" vorliegt werde ich alles auf Github hochladen (inkl. Schaltplan natürlich) und unter der GPL veröffentlichen.

Auf dem Photo sind noch zwei Leitungen fliegend verdrahtet, diese sind aus Testzwecken angelötet. Die Leitungen verbinden die Interrupt Leitungen des GPIO Extenders, können aber unter Unix (zumindest meines Wissens nach) nicht direkt als Interrupts angesprochen werden, sondern nur als GPIO-Pins. Die Idee hinter dem Test war Polling zu vermeiden und das ganze elegant als Interrupt zu lösen.

Ich bin eifrigst dabei auf dem Pi rumzuexperimentieren und simple Button Abfragen, das Display und Kommunikation via I2C steht auch. Viel nimmt einem hier zugegebenermaßen das Rpi-Hw Projekt ab. So long!