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Mittwoch, 12. September 2012

After Action Report: Spielzug 2012

Der Spielzug ist nun vorbei und ich komme nun endlich zum After Action Report. Den Kaufrausch konnte ich (weitesgehend) umschiffen, die Beute fällt daher eher spartanisch aus.

Wargods of Aegyptus, Tomorrow's War, Warmaster und 10 3TH Würfel
Wargods of Aegyptus war mir bereits seit mehreren Jahren bekannt, für 15 Euro auf Deutsch konnte ich nur schwer weitergehen. Das Regelwerk ist recht hübsch illustriert und kann mit einem pfiffigen Befehlssystem punkten. Für alle Einheiten werden zu Beginn der Runde Befehlsmarker ausgelegt, im Verlauf der Runde werden diese anschließend aufgedeckt. Die Befehle umfassen hauptsächlich Bewegungsorder (Vorwärts,  Rechtsschwenk, Angriff usw.) sowie Umformierungen und Fernkampf Order.
Kriegsherren von  Ägyptus
Die Aufmachung ist recht ansehnlich und die Figuren von Chris Fitz Patrick (die Sebeki sind echt schick) machen auch Laune. Schade das die Firma in etwa eine Release Geschwindigkeit von 10 Figuren pro Jahr hat. Und sich damit ins komplette Off katapultiert hat. Softcover, nebenbei.
Kriegsmeister
Hardcover und mir bisher glänzlich unbekannt: Warmaster. Die Miniaturen sind mir bekannt und gehören mit zu den hübschesten die GW bisher herausgebracht hat. Das System soll wohl auch recht gut sein, wenn man anderen Spielern (Boni, Derbo) glauben mag. Der Siemens Tabletopclub Berlin spielt es ebenfalls mit großer Begeisterung. Ebenfalls auf Deutsch, schon etwas älter und von GW. Wird, mit großer Wahrscheinlichkeit, das selbe Schicksal wie viele meiner Regelwerke ereilen: Das Regal. Aber das Buch ist hübsch.
Krieg der Zukunft
Die letzte Errungenschaft ist ein Osprey Publishing Buch, Tomorrow's War. Angedacht für Sci-Fi Schlachten in 15mm Maßstab, ist das Hardcover Buch ein echt schickes, handliches Buch in Vollfarbe und ansehnlicher Aufmachung. Ich habe es noch nicht komplett gelesen, was ich bisher verschlungen habe klingt aber sehr interessant. Spielfläche ist 2 mal 2 Fuß, handlich also. Geplante Miniaturen: Khurasan Miniatures. Bin gespannt wie mein finales Fazit ausfällt, hier könnte ich noch einen dedizierten Eintrag schreiben. Demnächst.
Episch: Weltuntergang
Damit bin ich am Ende der "Beutetour" und komme zu den Eindrücken vom Spielzug. Präsentiert habe ich Epic: Armageddon zusammen mit Fireburner. Figuren konnte ich weiterhin für Hordes of the Things zur Verfügung stellen. 

Der Demotisch, im Hintergrund der Erfurter Tabletopverein
Quadratisch, Praktisch, Gut: HOTT
Derbos Rittersleut
Meine Untoten Horden
 Ein Spiel welches ich zwar angeschleppt habe (zusammen mit Derbo) aber nie wirklich voran getrieben habe ist Charlie Don't Surf. SaltnPepper und derausdemKeller haben hier eine ansehnliche Platte zusammengebastelt.
Die Charlie Don't Surf Platte des Historie Trio Deluxe (derausdemKeller, SaltnPepper, Derbo)
Ein paar Photos vom Epic Tisch will ich auch noch schnell hinterher schieben.
C-C-C-C-CRRRRRRRRRROSSSSFIREEEE!!!
Pew Pew!

Den Abschluss bilden unkommentierte Impressionen des Spielzug.
Geländebauworkshop
Honey Wheat Town Tales
Dropzone Commander
Pardulon
Der (noch) unbesetzte Fantasy-In Stand
Mario Card in der Cafeteria
Super Dungeon Explore

Mehr Super Dungeon Explore
VDPM
Mehr Fotos gibt es auf der 3TH Facebook Seite.

Montag, 21. November 2011

Charlie Surft nicht!

"Das verdammte Napalm macht mir die ganzen Wellen kaputt!"
10mm Pendraken Miniaturen. Bemalt von Derk
Charlie Don't Surf ist nicht nur ein recht bekanntes Zitat aus dem Film "Apocalypse Now" sondern auch der Name eines Company-Level Tabletops von TooFatLardies. Wie so oft ist der Maßstab bei diesem Spiel vom Spieler selbst festzulegen. Da aber, gerade bei größeren Maßstäben auch entsprechend viele Miniaturen bemalt werden müssen, fällt die Wahl eher auf kleinere Maßstäbe - 15mm, 10mm, 6mm, 2mm.In 6mm kann man auch Future War Commander oder Epic spielen, 2mm ist zu fitzelig, 15mm erfüllt Field Of Glory und Flames of War ganz gut - bleibt ja quasi nur 10mm. Und da bietet Pendraken auch echt schicke Figürchen an. Fein. Ausserdem: Die Musik zu der Zeit ist einfach spitze. Wenn das nciht ein Haufen guter Argumente sind.

Doch zuerst die Regeln. Das Regelwerk selbst ist 100 Seiten stark, inkl. Armeelisten und Szenarien. Die Regeln lesen sich recht zügig, sind aber stellenweise sehr wirr geschrieben. Viele Textstellen verweisen auf spätere Stellen im Buch, was viel Blättern erfordert. Der Regeltext wird durch Grafiken und kleine Beispielkästchen aufgebrochen, diese erhöhen das Verständnis enorm.
Für 15 Pfund kann man nicht meckern, der Druck ist gut, die Bindung auch. Hochglanz-Vollfarbe Cover und Rückseite, der Rest ist Schwarz-Weiss gedruckt.

Wer bereits andere Tabletopsysteme kennt oder bereits gesehen hat, wird bei CDS ein wenig umdenken müssen. Die größte Änderung ist die Nutzung von Karten. Jede Einheit besitzt eine Karte, ebenso wie spezielle Geschehnisse und Unterstützung wie z.B. Artillerieunterstützung. Diese Karten bilden einen Stapel. Der Spieler zieht von diesen Karten und legt so fest welche Einheit aktiviert wird. Unterbrochen wird das ganze durch eine so genannte Time Out Karte. Wird diese gezogen, endet der Zug und die abgelegten Karten werden wieder untergemischt. Auf dem Papier hört sich diese Mechanik sehr Interessant an, auf der Crisis 2011 sah es auch interessant aus, wie es sich dann in der persönlichen Erfahrung schlägt wird sich zeigen.

Wenn eine Einheit nun durch seine Karte aktiviert wird, kann sie handeln. Und zwar abhängig von ihren Action Dice, AD, mehr oder weniger. Ein Squad US Marines mit 3AD könnte z.B. mit einem Würfel sich bewegen und anschließend noch mit 2AD feuern. Oder anders herum. Oder sich nur bewegen - 3W6 Zoll weit. Damit dies nicht in einer elendigen Würfelei endet, gibt es passive Boni durch "Big Men". Dies sind Sergeanten, Leutnants, usw.
Womit wir bei einem Kritikpunkt von CDS wären. Der Beschuss. Dieses, nicht unerhebliche Kapitel, ist ausgesprochen wirr geschrieben. Angenommen ein Squad Marines feuert auf eine Einheit Vietcong. Die Marines haben sich nicht bewegt und feuern aus dem offenen, auf die im offenen stehenden Gegner. 3 Würfel, zusammenzählen und.. Tabellen. Tabellen für alles. Es gibt keine statischen "Umrechnungsformeln" wie z.B. bei Warhammer Fantasy ( Sieben - Ballistische Fähigkeit  = benötigter Wurf auf einem W6), sondern für jede erdenkliche Situation eine Tabelle. Für Feuergefechte Infantrie vs Infantrie, vs LKW, vs Häuser, vs Panzer, vs Dschungel, vs Helikopter, vs Fixed-Wing Aircraft, das ganze dreimal für unterschiedliche Reichweiten und noch drei mal für unterschiedliche Sichtverhältnisse... Prinzipiell ist es schön mal ein anderes System zu nutzen - aber Tabellen studieren hat schon zu Epic 40.000 Zeiten (und das war 1997) keinen Spass gemacht. Sicherlich ist es für den Granulierungsgrad sinnvoll Feuergefechte zu vereinfachen, aber hier bestehen ein paar Vorurteile und Bedenken das es nicht ausufert in endlosen Blättern.

Nach diesem negativen Einwurf noch ein positiver. Das Spiel unterstützt Hinterhalte, verborgene Truppen und verdeckte Bewegung. Dies wird mit sogenannten Blinds realisiert, kleinen Ovalen welche Truppenbewegung verdecken. Nichts weltbewegend neues, aber erneut eine willkommene Abwechslung.

Die Armeelisten und Szenarien scheinen interessant zu sein, ein abschließendes Fazit möchte ich nicht nach dem alleinigen Lesen des Regelwerks abgeben. Auf den ersten Blick wirkt CDS wie eine wilde Mischung aus Epic 40.000 (Objectives, Firepower Tabellen), Hordes of the Things (zu Beginn des Zuges ist nicht klar wie viele PIP man hat), Flames of War (Artillerie funktioniert ähnlich), Warhammer Fantasy (zufällige Bewegung, Abweichungswürfe nahezu identisch) sowie eine Priese eigener Ideen. Ob der Mix am Ende ein eher lahmer Drink oder ein fetziger Mai Thai ist werden die Testspiele zeigen. Am besten während eine CD von The Doors in der Anlage rotiert.